Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr war der Festgottesdienst zum 100jährigen Gemeindejubiläum der Neuapostolischen Gemeinde Asperg, der durch den Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Stuttgart/Ludwigsburg durchgeführt wurde. Dem Festgottesdienst legte er das Bibelwort aus Kolosser 3, Vers 16 zugrunde: "Lasst das Wort Christi reichlich unter Euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen."
Der Bezirksvorsteher hieß die gesamte Festgemeinde zum Festgottesdienst herzlich willkommen. Er zitierte auf Basis der Kurzchronik, dass es in den Anfängen der Neuapostolischen Kirchengemeinde Asperg ein paar Familien waren die das Bedürfnis hatten ihren Glauben gemeinsam zu leben, gemeinsam zu beten und gemeinsam Gottesdienst zu feiern und dass das der Auslöser war, eine Kirchengemeinde zu gründen.
Er stellte die Frage, welchen Sinn die Kirche hat: Sie gibt Antwort auf die existenziellen Fragen. Er beschrieb ein Bild des französischen Malers Paul Gauguin, der seinem Leben ein Ende setzen wollte nachdem seine Tochter zuvor gestorben war. Zu sehen auf seinem selbstgemalten Bild sind: ein Kind das geboren wird, junge Menschen die spielen, Menschen die arbeiten und eine Frau, die auf ihr Lebensende wartet. Das besondere an dem Bild ist, dass der Maler drei Fragen auf dem Bild notiert hat:
Woher kommen wir?
Wer sind wir?
Wohin gehen wir?
Der Bezirksvorsteher sagte, wenn Sinnstiftung in der Kirche gesehen wird und man erfährt, dass der Glaube uns viel tiefergehende Antworten schenkt auf diese Fragen, dann lohnt es sich, Gemeinde zu pflegen. Er sagte weiter, dann weiß man, dass wir nicht zufällig entstanden sind, sondern dass Gott uns schon immer geliebt hat. Dann wissen wir, dass wir nicht auf dieser Erde sind, um ein paar schöne Jahre zu erleben, sondern, um uns vorzubereiten auf die Ewigkeit bei Gott. Und wir haben eine Zukunft, die Jesus selbst verheißen hat.
Weiter sagte der Bezirksvorsteher: "Jesus selbst hat einmal des Wort „Gemeinde“ geprägt. Er sagte zu Petrus: Auf dich will ich bauen meine Gemeinde, damit hat er die gesamte Kirche Christi gemeint, darunter versteht man die Gesamtheit aller getauften Christen, die an Jesus Christus glauben und ihn als ihren Herrn bekennen. Das ist die Kirche Christi. Das ist seine Gemeinde, die die Verheißung hat: er kommt wieder, um die zu sich zu nehmen, die auch darauf warten."
Im Weiteren ging er auf das Bibelwort ein, das in einer anderen Bibelübersetzung lautet: "Lasst das Wort Gottes in euch wohnen, dass es seinen ganzen Reichtum entfalten kann". Er warf u.a. die Fragen auf "Wie begeistert sind wir vom Evangelium und welchen Raum nimmt es in unseren Gesprächen ein" und sagte, es wäre schön, wenn das Wort Gottes unser Lebensmittelpunkt wäre. Der Gemeindevorsteher und ein Priester dienten mit weiteren Predigtbeiträgen.
Zu einer festlichen Atmosphäre trugen auch der Gemeindechor und das Gemeindeorchester bei.
Bei dem anschließenden Sommerfest fand ein herzlicher und anregender Gedankenaustausch unter den Besuchern statt. Mit Grillwürsten, Salatbuffet und Kuchenbuffet war für ein reichhaltiges Angebot an Speisen gesorgt. Alle waren sich einig, es waren wunderschöne Festtage.