Das Ja-Wort vor Gott gaben sich am 24. September 2022 Julia und Marcel. Der Hochzeitsgottesdienst fand am Samstagnachmittag in Zuffenhausen statt.
Ein Auszug aus den Sprüchen Salomos diente als Grundlage für den Traugottesdienst: "Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten, und durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll kostbarer, lieblicher Habe." (Sprüche 24,3.4)
Die Frage, welche Weisheit im Bibelwort denn gemeint sei, beantwortete der Gemeindevorsteher von Zuffenhausen zu Anfang seiner Predigt mit einer Aussage aus dem Jakobusbrief. Dort wird die Weisheit als lauter, friedfertig und gütig beschrieben; sie lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten (vgl. Jakobus 3,17).
Die Empfehlung an das Brautpaar lautete: Die Ehe solle auf dieser Weisheit aufgebaut sein - lauter, friedfertig und gütig, "keine Tricksereien", sondern mit einem reinen und aufrichtigen, friedfertigen, gütigen und großzügigen Herzen einander zu begegnen. Im manchmal grauen Alltag gelte es, sich in diesem Sinn an das gemeinsame Vorhaben erfüllter Ehejahre zu erinnern. Sich etwas sagen zu lassen, so der Gemeindevorsteher weiter, setze zunächst voraus, zuzuhören. Als Konsequenz dieser Herangehensweise an die Ehe in der beschriebenen Weisheit stehe ein belastbares Ehegebäude - "dann ist's keine mickrige Hütte und keine Baubude, sondern wirklich ein wunderbares Gebäude eures Ehelebens".
Im Bild des Hauses bleibend, übertragen auf die zukünftige Gemeinschaft der Eheleute als "Ehegebäude", setzte der Gemeindevorsteher aus Stuttgart-Stammheim die Predigt fort. Neben dem Errichten des Gebäudes sei es in der Folge entscheidend, dieses Haus nun zu füllen: "Das Haus steht, jetzt geht's um die Einrichtung". Gemeinsame Zeit, miteinander zu sprechen, aufeinander einzugehen, Kompromisse zu schließen, das Glück des anderen im Blick zu haben und auch einmal selbst zurückzustehen nannte er als erstrebenswerte „Einrichtungsgegenstände“. Das alles gelinge mit der Liebe als Fundament des Ehehauses. Der Segen Gottes, verstanden als Zuwendung Gottes, bilde die wichtigere Fortsetzung der standesamtlichen Trauung, denn "der Segen des Herrn allein macht reich" (aus Sprüche 10,22).