Unter ähnlichen Bedingungen wie die vorherigen Gottesdienste fand vergangenen Sonntag auch der Erntedank Gottesdienst des Jahres 2020 statt.
Trotz der Einschränkungen gelang ein sehr besonderes Fest.
„Wer noch nicht wusste, dass heute Erntedank ist, hat es beim Betreten der Kirche bemerkt“ beschrieb der dienstleitende Vorsteher Michael Heß den herausragenden Blumenschmuck für die über das Telefon angeschlossenen Geschwister. Wie an Erntedank üblich bestand der Schmuck am Altar und auch im Eingangsbereich aus regionaler Ernte wie Kürbisse, Trauben und unterschiedlichstem Obst und Gemüse, sowie Blumen. Im Gebet zu Gottesdienstbeginn brachte der Vorsteher allerdings zunächst die Dankbarkeit für etwas weniger Greifbares zum Ausdruck: im Zeichen der physischen Distanz, die weite Teile des Jahres prägte, stand besonders die Dankbarkeit für die Gemeinde und die Gemeinschaft im Fokus. Zum einen, das Bewusstsein für das Engagement der Geschwister, das besonders auffällt, wenn es eine Zeit lang nicht erlebt werden konnte und zum anderen die Möglichkeit, die sich vielen auftut, wieder Gottesdienste persönlich zu besuchen.
Nach dem Gebet sang ein kleiner Chor vom Foyer aus für die Gemeinde. Das weithin unbekannte Lied „Es ist ein Fest“ wurde vom Vorsteher aufgegriffen und angeführt, dass wie im Irdischen man für ein Fest bereit und aufgeräumt sein muss, Vergleichbares für das Fest der Begegnung mit Gott gilt.
Besondere Vorfreude herrscht auf die kommende Woche, in der wieder zwei Gottesdienste sowie eine Taufe stattfinden werden.
Zudem probte nach dem Gottesdienst das neue Streicherensemble, welches voraussichtlich nächste Woche sein Debut im Gottesdienst geben wird.