Am Sonntag, 11. August, feierte Apostel Loy mit den Geschwister der drei Gemeinden Poppenweiler, Marbach und Steinheim den Gottesdienst.
Der Beginn der Predigt wurde geprägt von den Gedanken aus dem ersten Liedbeitrag des gemeinsamen gemischten Chores.
Es ist ein Fest,
Zu einem Fest des Lebens gehört auch die Festesfreude. Freude stellt sich nicht immer von allein ein. Bezugnehmend auf das Sommerlied "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" von Paul Gerhardt, forderte der Apostel alle Gottesdienstteilnehmer auf, die Freude zu suchen.
Damit war auch die Überleitung zum Textwort aus Jesaja 62,1 geschaffen, in dem Gott zusagt, nicht zu schweigen.
Wenn Lebenssituationen schwierig geworden sind oder es schwerfällt, den Glauben zu bewahren, dann kann sich das Gefühl einstellen, dass man von Gott keine Antwort erhält. Der Apostel führte anhand verschiedener Beispiele aus der Heiligen Schrift aus, dass Gott nicht aufhört zu segnen, zu tragen und Wege aufzutun, wie es weitergehen kann. Auch heute gilt das Wort Gottes: Fürchte dich nicht. Gott ist da – er schweigt nicht.
In Jesaja 62 wird aber auch eine Aufgabe für die Gemeinde formuliert: Geht hin! Räumt Steine weg! Setzt ein Zeichen der Versöhnung!
In Rahmen des Gottesdienstes wurde Priester Jäger aus der Gemeinde Steinheim in den Ruhestand versetzt. In seinem letzten Predigtbeitrag gab er der Gemeinde sein Rezept zum „Durchhalten“ mit: Freude, und ein direkter Draht zu Gott. Der Bezirksvorsteher hob in seiner Würdigung der über 45-jährigen Amtstätigkeit von Priester Jäger, die vorbehaltlose Liebe hervor, von der sein Wirken geprägt war. Die Entwicklung und Förderung eines aktiven Gemeindelebens war immer - und bleibt - ein Herzensanliegen von Priester Jäger.