In unserer Kirchengemeinde Ludwigsburg fand am Sonntag 27.10.2024 ein Gottesdienst statt, geleitet von Bischof Grauer. Das Bibelwort aus Matthäus 5, Vers 16: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ diente als Grundlage des Gottesdienstes.
Bischof Grauer beschrieb das Evangelium als eine göttliche Ordnung, die unser Empfinden lenkt und Struktur für die Zukunft schafft. Das Licht, das uns durch Jesus Christus geschenkt wird, soll nicht verborgen oder zurückgehalten werden. Er verglich das Licht mit einer Flamme, die Sauerstoff benötigt, um zu brennen – verdeckt man es, entzieht man ihm die Kraft.
Der Bischof hob hervor, dass dieses Licht eine Projektionsfläche braucht, um sichtbar zu werden. „Ein Licht ohne Projektionsfläche bleibt unsichtbar – erst wenn es auf andere trifft, kann es leuchten,“ erklärte er. Genau das habe das Jubelpaar in seinen 60 gemeinsamen Jahren getan: Sie haben ihr Licht in die Welt und die Gemeinde strahlen lassen, einander gestärkt und Gutes bewirkt. Zum Abschluss ermutigte der Bischof die Gemeinde, sich gegenseitig zu unterstützen und das Licht, das Jesus uns allen schenkt, gemeinsam noch heller scheinen zu lassen – ein Zeichen der christlichen Gemeinschaft und des Zusammenhalts.
An diesem Tag feierten auch die Geschwister Helga und Ewald Grill das besondere Fest der diamantenen Hochzeit.
Bezirksevangelist Hermann sprach ebenfalls zum Jubelpaar und der Festgemeinde und unterstrich die Bedeutung, einander als Projektionsflächen des göttlichen Lichts zu dienen. Er erinnerte an Jesu Worte aus der Bergpredigt: „IHR seid das Licht der Welt!“ und betonte, dass dies eine unvergängliche Gemeinschaft zwischen Lebenden und Verstorbenen schafft. Mit einem herzlichen Appell forderte er dazu auf, das Licht der göttlichen Liebe im Alltag leuchten zu lassen.
Vorsteher Hirte Heß wandte sich direkt an das Jubelpaar und die Gemeinde und sprach darüber, dass auch nach 60 Jahren durch die Kraft des Heiligen Geistes immer wieder Neues entstehen kann. „Wo kommt das Neue her? Aus dem Heiligen Geist!“ sagte er und ermutigte dazu, offen zu bleiben für das, was Gott jeden Tag neu schaffen kann, und die Impulse, die er schenkt, anzunehmen. Gerade in unserem Glaubensleben, das oft von einer gewissen Routine geprägt sein kann, gibt es im Gottesdienst immer wieder leuchtende Momente. Hirte Heß erinnerte an das Wort Jesu: „[...], dass ich eins bin mit meinem Vater und dass ihr in mir seid und ich in euch bin.“ - Gemeinsam tragen wir dieses Licht!
Zum Segen der diamantenen Hochzeit sprach Bischof Grauer Worte voller Ermutigung und Hoffnung an das Jubelpaar. Nach dem Lied „Einstens las ich“ erinnerte er daran, dass Helga und Ewald vor 60 Jahren ihren gemeinsamen Weg im Vertrauen auf Gott begannen. Er ermutigte sie, weiterhin offen für das Neue zu sein, das Gott täglich schenkt, auch wenn es manchmal ins Ungewisse führt. „Unser himmlischer Vater wird euch auch jetzt wieder seinen Segen schenken,“ sagte der Bischof, „und euch auf euren Wegen weiterführen. Niemand weiß, was morgen kommt, aber wir dürfen gewiss sein, dass Gott an unserer Seite ist.“