Am 19. April 2026 feierten unsere Geschwister Thumm im Rahmen eines Gottesdienstes in unserer Kirchengemeinde Ludwigsburg ihre Goldene Hochzeit – 50 Jahre Ehe, 50 Jahre gemeinsames Licht. Den Gottesdienst leitete Bezirksvorsteher Raith, der damit auch den Rahmen für eine besondere Feier setzte.
Als Textwort diente Lukas 8,16: „Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe." Ausgehend von diesem Bild entfaltete Bezirksvorsteher Raith in seiner Predigt, was eine Ehe im Glauben auszeichnet. Er griff einen Gedanken aus einem Paartherapie-Artikel auf: Die These, eine Ehe beginne auf dem Gipfel und gehe von dort nur bergab – und befragte sie kritisch. Im Gegenteil, so seine Botschaft: Gerade in den schwierigen Tälern des Lebens zeigt sich die wahre Treue und der bleibende Wert einer Ehe. Wie Gold, das nicht herzustellen, sondern ein Geschenk der Erde ist und gerade in unsicheren Zeiten an Wert gewinnt, so wächst auch die Liebe durch das gemeinsame Durchhalten. In einer Zeit, in der Wahrheit zur Vermutung werde und Fake News den Alltag bestimmten, sei eine Ehe, in der man sich zu 100 % aufeinander verlassen kann, ein kostbares Gut. Das Jubelpaar, so Bezirksvorsteher Raith, strahle genau dieses Licht aus – und gebe damit Orientierung. Denn: Jesus ist das Licht der Welt, und es ist unsere Aufgabe, dieses Licht in die Welt zu tragen.
Weitere Predigtbeiträge steuerten unser Vorsteher Holger Heß und Vorsteher Volker Speidel aus Asperg bei. Hirte Heß erinnerte an die Zeit der Kontaktbeschränkungen, als manche ein Licht ins Fenster stellten – als stilles Zeichen: „Ich denke an dich." Gott habe dem Jubelpaar ein solches Licht gegeben – in die Familie und in die Gemeinde hinein. Nicht um sich selbst ins Rampenlicht zu stellen, sondern um durch Jesus Licht nach außen zu strahlen. Vorsteher Speidel griff das Goldbild nochmals auf: Ob schöne Münze oder kleines Nugget – ein Gramm Gold hat immer denselben Wert. So auch in der goldenen Ehe: Man gehe sich ab und zu auf die Nerven – aber Gold bleibt Gold. Immer gleich viel wert, immer wertvoll.
Als das Jubelpaar vor dem Altar trat, gestalteten die Sänger die Einleitung musikalisch mit. In ihrem Beitrag klang die Bitte an, dass ein „zarter Hauch des Engels" das Jubelpaar bewege. Bezirksvorsteher Raith nahm diesen Gedanken auf: Ob es der Enkel, der Nachbar oder der Partner sei – und dass das Jubelpaar diesen Segen gemeinsam mit dem Heiland in ihre Ehe trügen. Er gab dem Jubelpaar ein Wort aus dem zweiten Brief an die Korinther (9, Vers 8) an die Hand, dass Gott alle Gnade ausschütten und dem Jubelpaar ein Übermaß an Kraft, Liebe, Glauben, Hoffnung und Treue schenken möge.
Die Gemeinde gratuliert von Herzen zu diesem besonderen Jubiläum und wünscht ihnen weiterhin Gottes reichen Segen auf ihrem gemeinsamen Weg.