Beim Gottesdienst am Sonntag, dem 18. Februar 2024, geleitet von Priester Steffen Bornhäusser, stand nicht nur das Wort des Glaubens im Mittelpunkt, sondern auch die Tat der Liebe. Inspiriert von 1. Thessalonicher 1, Versen 2 und 3, und dem Eingangslied vom Gemeindechor "Wie selig ist's zu glauben", unterstrich der Priester die Bedeutung von Glaube, Liebe und Hoffnung. Er betonte, dass Glaube zu tätiger Nächstenliebe aufruft, insbesondere im Dienste derer, die unsere Hilfe benötigen – ein Prinzip, das durch die Spende an die Ludwigstafel lebendig wurde.
Der Priester erinnerte die Gemeinde daran, dass die Aufforderung, "macht euch die Erde untertan", nicht nur eine Herrschaft über die Natur bedeutet, sondern auch eine Verpflichtung zur Fürsorge und zum verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen – eine Verantwortung, die sich in der Unterstützung derer manifestiert, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen.
In einer Zeit, die oft von Egoismus geprägt scheint, setzen die selbstlose Hilfe und das Engagement der Kirchengemeinde ein starkes Zeichen für gesellschaftliches Miteinander. Dieses "Liebes-Investment", wie es Priester Müller nannte, zeigt, dass Solidarität und gemeinsamer Glaube tiefgreifende Wirkung entfalten können.
Der Besuch von Hergen Blase, dem Geschäftsführer der Ludwigstafel e.V., im Gottesdienst und seine anschließenden Worte an die Gemeinde unterstrichen die Bedeutung dieser Unterstützung. Er bezog sich auf die Predigt und betonte, wie essentiell die Hilfe der Kirchengemeinden in Zeiten ist, in denen sich die Rahmenbedingungen ändern. Weniger Lebensmittelüberschüsse aufgrund effizienterer Kalkulationen im Einzelhandel bedeuten zwar einerseits weniger Verschwendung, andererseits aber auch weniger für die Bedürftigen. In diesem Licht wird die Spende der Kirchengemeinde an die Ludwigstafel zu einem noch bedeutenderen Akt der Nächstenliebe.
In Zeiten wie diesen, in denen der Bedarf groß und die Ressourcen knapp sind, erinnert uns die Ludwigstafel daran, dass jede Geste der Güte zählt. Die Worte von Herrn Blase und die Tat der Gemeinde zeigen, dass in der Tat, ein Liebesinvestment sich immer lohnt – für die, die geben, und die, die empfangen.